Mobile Apps für Endometriose: systematische Übersichtsarbeit
Gesundheit
Sieben Jahre beträgt die durchschnittliche Dauer, die eine Person mit Endometriose vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Diagnosestellung warten muss. Woran liegt das? An der Unsichtbarkeit und der wiederkehrenden Bagatellisierung der Schmerzen. Die Erfassung der Krankheitssymptome ist entscheidend, und mobile Anwendungen florieren auf dem Markt – doch wie gut sind sie wirklich?
Mit einer systematischen Übersichtsarbeit zu mobilen Anwendungen zur Symptomverfolgung werden wir diese hinsichtlich ihrer Qualität – insbesondere ihrer Benutzerfreundlichkeit und Funktionen – sowie ihrer Inklusivität bewerten. Wir werden Best Practices identifizieren und klären, ob die Entwicklung einer neuen App erforderlich ist.
Bereits die Auseinandersetzung mit Endometriose trägt zur Sichtbarkeit der Erkrankung und zu ihrer gesellschaftlichen Anerkennung bei. Denn auch Forschungsgelder werden für Endometriose kaum bereitgestellt: In der Suchmaschine des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) liefert der Begriff „Prostata“ 242 Forschungsprojekte, während „Endometriose“ lediglich neun Ergebnisse ergibt. Es ist daher an der Zeit, dafür zu sorgen, dass unsere Gesundheitssysteme inklusiv und gerecht sind und den tatsächlichen Lebensumständen und Erfahrungen der Menschen entsprechen, denen sie dienen sollen.
Ziel dieser Studie ist die Durchführung einer systematischen Übersichtsarbeit zu Anwendungen zur Erfassung von Endometriose-Symptomen. Diese Bestandsaufnahme wird uns einen vollständigen Überblick über die verfügbaren Anwendungen verschaffen und es uns ermöglichen, diese anhand mehrerer entscheidenden Kriterien zu bewerten: Qualität der Inhalte, Funktionalität, Inklusivität und Datenschutz.
Für die Bewertung dieser Gesundheits-Apps werden wir die von Gasteiger et al. vorgeschlagene siebenstufige, methodisch fundierte Vorgehensweise anwenden.